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Winter - wie es einmal war

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Hochland022Ja wie wahr es eigentlich einmal? Es ist Winter und überall bricht Chaos aus wenn mal mehr als 5 Schneeflocken zugleich erscheinen. Aber woran liegst das eigentlich? Ist es der Schnee? die Kälte? oder einfach die geänderten Lebensumstände die uns damit nicht mehr fertig werden lassen?

Alles muss da sein, funktionieren, egal wann und wie, rücksichtslos der Natur gegebüber und oft ohne den rechten Blickwinkel für die Gegegbenheiten. Wir sind es heute geöhnt das im Winter frische Erdbeeren auf den Tisch kommen, das man jederzeit und immer überall an jeden Ort kommen kann, unabhängig von Zeit, Wetter oder anderen Gegebenheiten.

Aber ist das so? und vor allem ... ist das auch klug so? Biegen wir uns die Welt nicht immer und überall einfach nur zurecht? und noch eine wichtige Frage ... was bleibt dabei auf der Strecke?

Der Winter, mit Eis und Schnee, mit Kälte und den scheinbaren Unbillen des Wetters und der Natur hat auch seine schönen Seiten. Das knisternde Kaminfeuer (naja, ich gebe zu heute gibt's Zentralheizungen) oder Eislaufen, andere Wintersportarten oder einfach nur ein Spaziergang in einem tief verschneiten Park. Wenn sich der Schnee als wärmende Decke über die Natur gelegt hat und die Natur ihren Winterschlaf hält udn Kraft für den kommenden Frühling sammelt. Wenn der Schritt der Spaziergänger gedämpft und unhörbar wird, vielleicht um die Natur nicht aufzuwecken?

Auch der Mensch hat durch Jahrhunderte anders gehandelt. Er hat sich auf den Winter vorbereitet, Brennholz gesammelt und Vorräte angelegt um die ruhige und kalte Jahreszeit im gemütlichen Zuhause zu verbringen. Alles war langsamer und ruhiger. Vielleicht heißt deswegen die Vorweihnachtszeit: die ruhige Zeit? Mag sein, aber wie auch immer, ein paar Schneeflocken oder gar 10 Zentimeter haben niemanden aus der Ruhe gebracht. Da stand man halt auf, schaufelte den Schnee weg und machte sich gemütlich zu Fuß zum Bäcker auf um die Semmeln fürs Frühstück zu holen. Vermisssen wir das nicht? würde es sich nicht lohnen das wieder hervorzukramen? Vielleicht würden wir ruhiger und schöner leben ;)

Vielleicht hilft uns ein BLick zurück, in der Zeit oder einfach in einem Heute aber doch dorthin wo man sich mit Jahreszeiten, der Natur, den Gegebenheiten nocht arrangiert. Nun wird der Mensch von heute fragen: aber was hab ich davon? ich will jetzt, hier, sofort das haben was mir gerade in den Sinn kommt. Ich halte dem nun entgegen: und worauf freust du dich dann? Ich freue mich wenn der Frühling wieder kommt, die Marillen blühen und ich dann, wenn sie reif sind, meine frischen Marillenknödel essen kann. Ist das nichts? Doch, es ist viel, viel mehr jedenfalls als wenn man vor lauter 'hab ich ja eh' gar nichts mehr hat auf das man sich freuen kann.

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