Winterzeit - Modellbahnzeit
Im Winter, wenn's draussen kalt und ungemütlich ist zieht sich der Modellbahner ins Warme zurück und widmet sich seinem Hobby. Da wird gebastelt, geschraubt, geklebt und natürlich gefahren. Der Modellbahn Modellbau ist eine Freizeitbeschäftigung die schon am Anfang des 19ten Jahrhunderts seine Anfänge nahm. Mehr Bilder der tollen Anlage findest du HIER in der Fotogalerie
Im Mutterland der Eisenbahn, in England, werden seit Beginn des 19. Jahrhunderts Modelle von Eisenbahnzügen gefertigt. Anfangs waren sie auch Werbemodelle für die Originale, was an die Automodelle der Nachkriegszeit erinnert. So erhielt der Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe 1829 von englischen Freunden ein Modell der Rocket „für seine Enkel". Dieses Modell ging jedoch verloren und ist bis heute nicht wieder aufgetaucht.
Ebenfalls im Jahr 1829 baut Diez Imbrechts eine betriebsfähige Modellbahn als Geschenk für den spanischen Königshof.
In mehrjähriger Arbeit ist nun ein einzigartiges Projekt entstanden, Hainburg an der Donau in H0! Alle wichtigen Gebäude und Wahrzeichen wurden absolut detailgetreu und mit viel Akribie im Maßstab 1:87 (H0) umgesetzt. Bisher hat noch niemand gleich eine ganze Stadt im kleinen Maßstab in dieser Art und Weise umgesetzt. Es lohnt sich allemal die Anlage anzusehen. In den Wintermonaten kann man das dann in Deutsch Wagram auch an den Wochenenden machen. Ein Ausflugsziel für die ganze Familie.
Zur Statd Hainburg allgemein
Die Stadt liegt an der Donau zwischen Wien und Bratislava im Industrieviertel in Niederösterreich in unmittelbarer Nähe zur slowakischen Grenze. Hainburg liegt auch zwischen den geographischen Grenzen der Karpaten (zu denen noch der Braunsberg zählt) im Osten und der Donau im Norden.
Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 25,05 Quadratkilometer. 45,87 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Die erste Besiedlung geht zumindest auf die Kelten auf dem Braunsberg zurück. Allerdings gibt es Hinweise auf eine frühere Besiedlung durch die Urnenfelderkultur oder zur Hallstattzeit aufgrund der strategisch hervorragenden Lage. Das heutige Stadtgebiet lag im Einzugsgebiet von Carnuntum, der Hauptstadt der römischen Provinz Pannonien, in der zeitweilig auch Mark Aurel residierte.
Die erste schriftliche Nennung erfolgte im Nibelungenlied im Zusammenhang mit Rüdiger von Bechelaren.
Kaiser Heinrich III. verfügte um 1050, auf dem Schlossberg die Heimenburg zu bauen. Erbaut wurde sie schließlich von Gebhard Bischof von Regensburg, Herzog Konrad von Bayern und Markgraf Adalbert dem Siegreichen.
Mit seinen 2,5 km langen Stadtmauern, 3 erhaltenen Toren und 15 Türmen aus dem 13. Jahrhundert besitzt Hainburg eine der ältesten und am besten erhaltenen Stadtbefestigungen Europas.
1108 kommt die Burg in den Besitz der Babenberger. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wird die Burg durch das Lösegeld für Richard Löwenherz erweitert. Um 1220-1225 wird die Befestigungsanlage noch verstärkt. Unter anderem wird das Wienertor und damit das größte mittelalterliche Stadttor Europas gebaut. Der untere Teil wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut, der obere Teil 1267/1268 durch Ottokar II. von Böhmen.
Am 11. Februar 1252 heiratet die Schwester des letzten Babenberger Herzogs Friedrich II., Margarethe von Babenberg, in der Burgkapelle auf dem Schlossberg den Markgrafen von Mähren und späteren König von Böhmen Ottokar II.
1278 verliert Ottokar die Schlacht von Dürnkrut. Die Burg kommt in den Besitz der Habsburger. Diese verpfänden die Burg an verschiedene Besitzer. Die Stadt wird vernachlässigt und verliert dadurch an Bedeutung. Die Burg geht 1629 in den Besitz der Stadt über.
Am 11. Juli 1683 wird im „zweiten osmanischen Feldzug" (Großer Türkenkrieg) die Stadt eingenommen und gänzlich zerstört, die Burganlage und Befestigungsanlagen erleiden starke Schäden. Die Bevölkerung will durch das Fischertor in die Donauauen fliehen, die Torflügel können jedoch nicht rechtzeitig geöffnet werden. In der engen Gasse vor dem Fischertor kommt es zu einer Massenpanik und einem Gemetzel. Der Überlieferung nach sterben über 8.000 Menschen, fast die gesamte Stadtbevölkerung. Einer der wenigen Überlebenden ist der Wagnergeselle Thomas Haydn, Großvater von Joseph und Michael Haydn.
1709 setzt Graf Löwenberg die Burgkapelle instand. 1784 siedelt Joseph II. durch das Tabakpatent in der Stadt eine Tabakmanufaktur an und begründet damit die Tabakverarbeitung in Hainburg, wo bis heute noch Zigaretten und Rauchtabak erzeugt wird. Damit wird die Stadt nahezu neu besiedelt.
Im 19. Jhd. wird Hainburg auch zur Garnisonsstadt, in der Offiziersanwärter ausgebildet werden.
Im 20. Jhd. wurde die Stadt nach dem Ersten Weltkrieg zur östlichsten Stadt Österreichs.
Im Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt nahezu verschont von Angriffen. 1945 führte der Todesmarsch der ungarischen Juden, die als Zwangsarbeiter zum Bau des Südostwalls eingezogen worden waren, durch Hainburg.
Nach dem Krieg bildete die Tabakfabrik praktisch eine der wenigen Einnahmequellen für die neue Republik (im Rumpfjahr 1945 wurde mehr als die Hälfte der Steuereinnahmen durch die Tabaksteuer bestritten). Obwohl von der Sowjetarmee besetzt, wurde Hainburg auch erste Anlaufstelle für die deutschsprachige Bevölkerung in der Slowakei und Ungarn.
In den 1960er Jahren wurde eine Aussichtsstraße auf den Braunsberg gebaut, der ab diesem Zeitpunkt zur Aussichtswarte „Eiserner Vorhang" wurde. Ab 1975 wird die die alte Burganlage sukzessiv wieder aufgebaut.
1984 wollte die damalige DOKW (heute Teil des Verbund-Konzerns) ein Kraftwerk in der Hainburger Au auf der nördlichen Seite der Donau errichten. Die Proteste waren so massiv, dass nach der Besetzung der Hainburger Au und einer Auseinandersetzung mit den Einsatzkräften der Polizei und Gendarmerie die Bundesregierung das Projekt schließlich zurückzog. Heute ist das Gebiet Teil des Nationalparks Donau-Auen.
Seit 2009 ist die Stadt auch an den öffentlichen Personennahverkehr der Stadt Bratislava (Dopravný podnik Bratislava) angeschlossen. Die Linie 901 verkehrt auf der Relation Bratislava - Wolfsthal - Hainburg.
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