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Sicher mit dem Motorrad

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blickfuehrungAnders als beim Autofahren ist es beim Motorradfahren, reinsetzen und losfahren geht da einfach nicht. Richtige Kleidung ist wichtig, sie sollte nicht nur passen, sondern verschiedene Merkmale aufweisen. Ob Leder oder Textil, Protektoren (Schutzpanzer und Polster) sind Pflicht. Handschuhe und Stiefel ebenfalls und der Sturzhelm (mit Prüfzeichen, nicht zu alt) ist eh schon klar, weil vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Schon bei geringen Geschwindigkeiten kann der Bodenkontakt fatale Folgen haben, oder möchtest du freiwillig deine Handflächen 5 Meter mit 20 kmh über den Asphalt schleifen lassen? Wohl eher nicht. Also: Handschuhe mit entsprechendem Schutz, Kevlar oder Carboneinlagen, doppelt vernäht usw. bewahren dich vor unangehmen Folgen.

Einstellungen am Motorrad

Nicht nur die Bekleidung ist wichtig, bei jedem Motorrad besteht die Möglichkeit alles auf den Fahrer oder die Fahrerin abzustimmen. Diese Zeit dafür sollte man sich auch nehmen. Schalthebel, Fußbremse und Druckpunkte für Kupplung und Bremse sollten so eingestellt werden das es optimal für den Fahrer, die Fahrerin passt. Oftmals werden Motorräder auch höher- oder tiefergelegt, Fußrastenanlagen lassen sich auch verstellen. All das sollte so passen das man sich wohl fühlt, die Bedienung leicht und ohne Anstregungen erfolgen kann. Hilfe kann man sich dabei vom Fachhändler oder einer Werkstatt holen. Das lohnt sich auch, so bekommt man keinen Krampf in unpassenden Situationen und hat Freude mit dem Motorrad.

Wartungen und "Basteleien"

Natürlich gibt es sie, die Schrauber die selbst an ihren Motorräder schrauben und basteln. Wer aber nicht genau weiß was er tut der sollte davon lieber die Finger lassen. Immerhin bewegen wir hochgezüchtete Geräte mit meistens 200kg oder mehr. Wenn dann da die Bremsen nicht richtig funktionieren, eine Schraube locker ist oder ein Lager nicht richtig eingestellt ist (z.B. am Lenkkopf) so kann das nicht nur für den Fahrer, die Fahrerin sondern auch andere sehr gefährlich werden. Motorradschrauben ist Vertrauenssache, und man vertraut sein Leben ja auch nicht so einfach jedem x-beliebigen an, oder?

Richtig anziehen

Die Bekleidung kann eine Lederkombi oder ein Textilanzug mit Protektoren sein. Hier spielt die Passgenauigkeit und das Wohlfühlen eine entscheidende Rolle. Zwickt, drückt oder kneift die Schutzbekleidung, ist es mit dem Fahrspass schnell vorbei.  Auch sollte die Kleidung nicht flattern oder viel zu groß sein. Vor allem die Protektoren müssen (in Sitzposition) an den richtigen Stellen sein. Die Füße stecken grundsätzlich in Motorradstiefeln mit entsprechendem Schutz der Knöchel und Gelenke, den 75% der Un(m)faller passieren unter 10kmh oder im Stillstand. Wer dann mal ein 200 kg schweres Bike auf dem Fuß liegen hatte weiß wovon ich rede.

Essentiell ist die Blickführung

Damit bezeichnet man eine Fahrtechnik zum sicheren Führen von einspurigen Fahrzeugen, insbesondere von Motorrädern, da die damit verbundenen hohen Geschwindigkeiten eine weit vorausschauende Fahrweise erforderlich machen.

Generell gilt man fährt dorthin, wohin man schaut!

Fokussiert man ein Schlagloch, einen Ölfelck oder einen Stein vor dem Motorrad, wird man unweigerlich hinein- bzw. direkt drüberfahren. Das ist zunächst ein äußerst verblüffender Umstand, der, wenn man ihn einmal verstanden hat dazu genutzt werden kann, das Motorrad mit den Augen zu lenken

In Kurven- bzw. Kehrenfahrt geht der Blick daher so weit wie möglich zum Kurvenende und bleibt niemals im Mittelteil des sichtbaren Weges oder gar kurz vor dem Vorderrad. Dazu kann es notwendig sein, den Kopf so weit zu drehen, wie eben physisch überhaupt möglich ist. Anfänger machen das aus Furcht anfangs nicht, erkennt man aber (bei richtiger Anleitung) dass bei konsequent richtiger Anwendung der Blickführung die Kurvensicherheit steigt so wird einem das bald in Fleisch und Blut übergehen und man macht es automatisch ohne daran zu denken. Anfang muss man sich dazu zwingen den Kopf zu drehen und die Technik zu erlernen.

Bei stark unterschiedlichem Straßenzustand oder auf unbekannten Strassen und Kehren soll der Blick zwischen Kurvenausgang und einige Meter vor dem Vorderrad pendeln (Sichtsprünge), um sich so immer rechtzeitig über Fahrbahn, Untergrund und mögliche Hindernisse einen Überblick zu verschaffen.

Taucht ein Hinderniss, Stein oder Ölfleck auf, so lenkt man mit den Augen vorbei, sucht also den Ausweg, bzw den Weg daran vorbei und schnell stellt man fest .... es funktioniert!

Ratsam ist immer am Anfang der Saison sich einen Parkplatz zu suchen, oder noch besser einen Verkehrsübungsplatz um mit simplen Achterfahrten, Bremsübungen das eingerostete Empfinden wieder zu finden. Der ÖAMTC und öffentliche Institutinoen bieten dafür oft sog. Warm Ups an, bei denen unter Anleitung eines Instrukturs gelernt und wiedererlernt werden kann.

Hier kannst du dir auch Tips holen austrian-bikers_1

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