GeoTagging
Was ist das? wird sich so mancher fragen. Geo hat man ja schon einmla gehört aber was ist Tagging? Ein Tag ist frei übersetzt ein Schild, ein Anhänger oder auch eine Markierung. Zusammengesetzt aus Geo (wie Geografie) und Tag (wie Schild) entsteht daraus das neudeutsche Wort Geotag oder eben (Tätigkeit) Geotagging. Dazu benötigt man die passende Kamera.
Wo liegt aber der Nutzen des Geotagging? Ganz einfach, Ereignisse, Bilder zum Beispiel werden verortet (auch wieder so ein neudeutsches Kunstwort) in einfachen Worten: ein Foto wird mit einem Etikett versehen auf dem draufsteht wo es gemacht wurde. Viele moderne Handies haben heute einen GPS Empfänger, sind also in der Lage den Standort mittels der Koordinaten zu bestimmen, macht man nun ein Foto mit dem Handy so liegt es nahe diese Information gleich mitzuspeichern, und schon hat man ein geogetaggtes Foto, so einfach ist das.
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Wenn dann noch einen Fotogalerie die Funktion aufweist diese Koordinaten zu verarbeiten und darzustellen, dann bekommt man auf diese Weise eine Bildergalerie und auch gleich die Information wann und wo das Bild gemacht wurde. Beispiel findest du in unserer Fotogalerie klick auf das kleine Bild um zu sehen wie das aussieht. Lade zum Beispiel Fotos mit Koordinaten von deinem Handy hoch.
Was braucht man?
Kurz: Einen GPS-Empfänger und eine Kamera und passende Software, oder ein Handy das einen GPS Empfänger schon eingebaut hat und Fotos gleich mit den richtigen Koordinaten abspeichert.
Einige wenige Kameras haben bereits jetzt einen GPS-Empfänger integriert, aber das ist die Ausnahme. Alle Digitalkameras speichern jedoch die Aufnahmezeit in die EXIF- oder IPTC-Daten der JPEG-Bilder mit ab. Das ist eine wichtige Voraussetzung und auch schon eine der grossen Hürden. Für viele Kameras gibt es schon GPS Empfänger (sog. GPS Logger)zum aufstecken oder nachrüsten. Einfach den Fotofachhändler fragen ob das für deine Kamera als Zubehör erhältlich ist.
Eine Möglichkeit ist die CONTOUR HD Action Cam die nicht nur HD Aufnahmen liefert, sondern auch den GPS Empfänger gleich eingebaut hat. Mehr geht nicht ...
Die Bilder
Für kompakte Digitalkameras sind die Hürden nicht sehr hoch. Diese Kameras speichern alle JPEG-Files mit EXIF-Daten ab. Jede Software zum Kombinieren von GPS-Daten und Bildern unterstützt JPG-Dateien. Hat man andere Bildformate, wird es schwieriger, speziell für die vielen RAW-Formate der digitalen Spiegelreflexkameras habe ich bisher (April 2007) noch keine Software gefunden, die die GPS-Daten eintragen kann.
Ganz wichtig ist, dass die Uhrzeit der Digitalkamera sehr genau stimmt. Je nach verwendetem Programm führen Ungenauigkeiten dazu, dass die Position des Bildes nicht stimmt oder das Bild garnicht zu einer Position zugeordnet werden kann. Es empfiehlt sich also die Zeit der Kamera möglichst sekundengenau korrekt einzustellen. Wenn man das GPS-Gerät als Uhr beim Stellen der Zeit der Kamera verwenden kann, umso besser.
Die Wahl der richtigen Zeitzone sowohl beim GPS-Gerät als auch bei der Kamera ist ebenfalls zu beachten. Hat man hier "Mist gebaut", ist die Zeitverschiebung aber konstant und man kann diese bei vielen Programmen angeben und somit das Problem korrigieren. Reist man beispielsweise im Urlaub durch mehrere Zeitzonen bietet es sich vielleicht sogar an, GPS und Kamera auf UTC-Zeit laufen zu lassen. Das führt dann eventuell zu seltsamen Aufnahmezeiten der Bilder, man hat aber keine Problem mit dem Umstellen.
Interessanterweise ergeben sich mitunter die grössten Probleme beim Kombinieren der Daten aus GPS und Kamera bei vielen Programmen daraus, dass die Zeitzoneneinstellung von den Programmen falsch interpretiert wird. Das hängt eventuell auch mit den unterschiedlichen Varianten zusammen, die die Hersteller von GPS und Kameras verwenden, um die Zeiten in den Dateien zu schreiben. Hat man einen GPS-Empfänger mit Display kann es hilfreich sein, ein Fotos der Anzeige mit der Uhrzeit zu machen. So kann man leicht die Zeitdifferenz zwischen Kamera (Aufnahmedatum) und GPS herausfinden.
Die GPS-Daten
Was man braucht sind Positionen mit Zeiten. Das können nun entweder markierte Wegpunkte sein, oder aufgezeichnete "Tracks". Welches Format die Daten haben müssen hängt von der verwendeten Software zum Kombinieren ab, fast alle Programme unterstützen aber das GPX-Format, das mittlerweile einen Quasi-Standard für GPS-Daten darstellt. Manche Software kann auch NMEA-Daten verarbeiten oder sogar die Daten direkt aus dem GPS-Gerät auslesen.
Externe GPS Logger und eine Tabelle der Fotos mit einem entsprechenden Programm zum Ändern und Ergänzen sind die Möglcikeit auch alte Fotos mit den Daten zu versehen die eine richtige Anzeige erlauben.
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