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Kühtai - Tirol

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Das Kühtai liegt auf 2020 Metern Seehöhe in den Stubaier Alpen und ist der höchstgelegene Skiort Österreichs. Man erreicht den Ort vom Inntal aus über drei Auffahrten,

  • via Kematen
  • via dem "Ochsengarten"
  • via dem Ötztal

Die Auffahrt von Kematen aus beginnt mit durchfahren von Lawinenverbauungen (einseitig offene Tunnel) und führt mit schönen Kurvenkombinationen durch das Kerbtal langsam ansteigend Richtung Kühtai.

Man sollte aber auf jeden Fall nach passieren des ersten Wildgitters auf Kühe und Pferde achten die ab dieser Grenze frei herumlaufen. Die Tiere sind zwar an den Verkehr gewöhnt, doch Vorsicht ist immer besser als ein unnötiger Schaden.

Im Frühling wenn die Kühe ihre Kälber bei sich haben (putzige Hochlandrinder) sollte man möglichst leise und langsam, vor allem aber gleichmäßig vorbeirollen wenn sich diese Tiere auf, oder in unmittelbarer Nähe der Strasse bewegen. Der wachsame "Papa" (sprich der Stier) ist meistens nicht weit von seinem Nachwuchs.

Ein Tourentip von bikescout_logo_468x60

hochlandrinderIm oberen Bereich, schon in der Nähe der Baumgrenze führt die Strecke mit schnellen und teilweise sehr übersichtlichen Kurven immer höher hinauf, bis schließlich der höchste Punkt bei 2020m erreicht wird. Eine Ortstafel mit Höhenangabe markiert diesen Punkt. Einige Cafe's und Lokale laden zu einer Pause ein. Im Winter geht es hier mächtig zur Sache.

kuehtei_2020mNachdem man den höchsten Punkt (2020m, oft im Frühjahr Schnee neben der Strasse) passiert hat geht's durch das Nedertal bergab Richtung Oetz. Eine scharfe Linkskurve (Achtung da geht's steil bergab) und der Blick öffnet sich Richtung dem kleineren Längental Stausee bei dem ein geschotterter Parkplatz einlädt die einmalige Kulisse fotografisch festzuhalten. Dann geht's weiter Richtung Ötztal, vorbei am Ochsengarten bei dem man auch rechts abbiegen und die alternative Route direkt zurück ins Inntal einschlagen kann.

kueteistauseeVorbei an idyllischer Landschaft, immer ein Auge darauf das hier möglicherweise Pferde und Fohlen den Weg kreuzen könnten kommt man bald zum steigen Abstieg mit engen Serpentinen. Hier ist Vorsicht abgebracht, so mancher berauffahrender Toruist unterschätzt die Serpentinen und kommt schon gerne mal auf die andere Strassenseite.

Schließlich öffnet sich der Blick ins Ötztal und kurz darauf laden gemütliche Lokale zu einer kleinen Pause ein. Bei unserem Vorschlag für die "lange Runde" die über ca. 122 km führt folgen wir dem Inntal Richtung Imst und fahren durch das Gurgeltal über den Holzleithensattel auf das sonnige Mimeinger Plateu. Weiter geht's dann über Telfs und die Auffahrt nach Seefeld und dann über den Zirler Berg wieder hinunter ins Inntal nach Kematen zurück.

Wenn man diese Strecke fahren sill, so sollte man enge Kurven sicher beherrschen und immer daran denken hier ist Natur pur, mit Kühen, Pferden und auch so manchen Hinterlassenschaften der Tiere auf der Strasse, aber es ist eine wunderschöne Strecke die man sicherlich so schnell nicht mehr vergiißt.

Hier Strecke  für die "Lange Runde übers Kühtei und Seefeld" 122km

 
Größere Kartenansicht

Die "Kurze Strecke" über den Ochsengarten 82km


Größere Kartenansicht

Das Kühtai

Ursprünglich gab es hier einen 1288 erstmals erwähnten Schwaighof, die Chutay (Kuhalm) der Grundherrenschaft von St. Petersberg. Erzherzog Leopold V. ließ von 1623 bis 1628 einen Fahrweg von Sellrain anlegen. Danach wurde der Schwaighof zu einem Jagdschloss umgebaut.

Schon in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts hielten sich in Kühtai Bergsteiger und Sommerurlauber auf. Das Jagdschloss wurde Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Schlosshotel umgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Kühtai rasch zu einem Hoteldorf heran und ist heute ein beliebtes Wander- und Skigebiet.

Speicher_LaengentalSpeicher_Finstertal_SchartenkopfDie Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz der Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG) besteht aus den beiden Speicherseen Finstertal und Längental sowie den Kraftwerken Kühtai und Silz ist verantwortlich für die beiden Stauseen.

Alle Anlagen sind durch ein unterirdisches Stollen- und Rohrleitungssystem miteinander verbunden. Das Einzugsgebiet umfasst etwa 139 km² in 13 Bächen im Sellraintal, hinterem Stubaital und mittlerem Ötztal. Vom Speicher Längental wird das Wasser in einem 4,7 km langen Druckstollen und einem 1,9 km langen Druckschacht den Turbinen im Kraftwerk Silz zugeführt. Die Fallhöhe in das Inntal beträgt dabei etwa 1.250 m. Mit den beiden Freistrahlturbinen mit ihrer Leistung von 500 MW zählt Sellrain-Silz zu den leistungsstärksten Wasserkraftwerken der Alpen.

Die Hälfte des Wasserangebots wird in den 400 m höher gelegenen Speicher Finstertal gepumpt.Die Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz zählt zu den Spitzenlastkraftwerken.

Das Sellrain

Die Sellraintal-Landesstraße ist immer wieder durch Lawinen, Muren und Steinschlägen gefährdet, dem versucht man mit aufwändigen Schutzbauten zu begegnen.

Die Erschließung des Tales im öffentlichen Verkehr erfolgt durch die Buslinie 4166 der ÖBB von Gries via Völs nach Innsbruck. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es ein Projekt der Stubaitalbahn für eine Bahn über Hall in Tirol und Axams nach Gries, das jedoch nicht realisiert wurde.

Die Sellraintalbahn war eine zu Beginn des 20. Jahrhunderts geplante, aber nicht verwirklichte Eisenbahnstrecke in Tirol. Sie sollte das äußere Sellraintal auf der Seehöhe des westlichen Mittelgebirges von Innsbruck aus erschließen. Die Streckenführung war ausgehend von der Stammstrecke der Stubaitalbahn über Götzens, Birgitz, Axams, Grinzens und Tanneben oberhalb von Sellrain an der orografisch rechten Talseite bis Gries im Sellrain geplant.

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