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Jazzland Wien - Erhaltet eine Legende

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Worried Men Skiffle Group - Mit ihnen kam der Austro Pop - Jazzland Wien

"Wiens ältester Jazzkeller stellt sich vor - seit 1972 kann man unter der Ruprechtskirche mindestens sechsmal in der Woche alle Stilrichtungen des Jazz hautnah "live" erleben. Hier gehts direkt zum Jazzland

Zitat:" Niemand weiß jetzt schon genau, wie sich die Neuordnung der Rauchergesetze ab dem 1.Juli auswirken wird. Wie sich heraus gestellt hat, können wir den alten Keller aus dem 15.Jahrhundert nicht umbauen - das steht fest, alles andere in den Sternen. Wir müssen also abwarten wie sich alles entwickeln wird - man kann nur hoffen, daß der verständliche Drang nach allgemeiner Gesundheit nicht die Gastronomie als Ganzes schädigen wird.
Tilly, Julius & Axel Melhardt "Zitatende"

Aufruf.d.Red.: Helft mit das Jazzland in seiner jetzigen Form zu erhalten, es darf NICHT den teilweise unsinnigen Gesetzen zum Opfer fallen. Helft wo ihr könnt.

 

Worried Men Skiffle Group

sind die wahren Gründer der Wiener Dialektwelle und damit des des Austropop. Die Gruppe besteht heute aus Edi Fischer (geb.: 1946 in Ellwangen an der Jagst - Deutschland), Günther Pini (geb.: 1942 in Oberpullendorf - Burgenland), Gerhard „Doc“ Richter (geb.: 1943 in Wien), Herbert „Hiero“ Janata (geb.: 1940 in Wien) und Günther „Blesh“ Dinold (geb.: 1943 in Wien). Im Oktober 1960 entstand in Wien, aus dem Zusammenwirken von Gerhard „Doc“ Richter und Herbert „Hiero“ Janata eine Band, die mit ihrer Mischung aus Blues, Folk, swingendem Jazz und dem unnachahmlichen Wiener Schmäh 10 Jahre später die Österreichische Musikszene so beeinflussen sollte wie keine andere zuvor oder danach.

Sie spielen vornehmlich auf einfachen Gegenständen wie beispielsweise einem Waschbrett oder einer als „tub-bass“ bezeichneten Holzkiste mit Besenstiel und gespannter Wäscheleine und auf gängigen Instrumenten wie Gitarre, Mandoline, Banjo, Mundharmonika und einem Kazoo – ein dem berühmten mit Papier bespannten Kamm nachempfundenen Blasinstrument. Ihre Musikrichtung zeichnet sich durch das Skifflen aus, einem Stil, bei dem jeder einzelne Künstler seine Musik spielt, und gemeinsam ein Stück daraus improvisiert wird.

In den letzten Jahrzehnten pflegte die Band neben den altbewährten Songs aus dem US-amerikanischen Folk-, Jazz- und Blues-Bereich auch vermehrt die teilweise zeitkritischen und teilweise makaber-komischen Texte des in den 70-er Jahren tödlich verunglückten Franz(i) Bilik.

2005 feierte die Band ihr 45-jähriges Jubiläum mit einem mehrtägigen Festival im Wiener Jazzland.

Live im Jazzland Wien - ein Erlebnis

Als das JAZZLAND 1972 gegründet wurde, gab es nur eine lokale heimische Szene. Durch die Pionierarbeit, internationale Stars mit heimischen Musikern zusammen zu führen, hat das 'landl die breit gefächerte österreichische Jazzszene entscheidend befruchtet und so das Wiener Kulturleben um den Jazz als die Musikform des 20.Jahrhunderts bereichert.

Neben so gut wie allen prominenten heimischen Musikern traten weit über 300 US-Stars im Keller unter der Ruprechtskirche auf - von Blueslegenden wie Roosevelt Sykes, Memphis Slim, Big Joe Williams und Little Brother Montgomery, klassischen Jazzmusikern wie Wild Bill Davison, Bud Freeman, Max Kaminsky und Jimmy McPartland, Swingern wie Teddy Wilson, Clark Terry, Harry "Sweets" Edison und Benny Carter, Modern-Jazzern wie Art Farmer, Eddie "Lockjaw" Davis, Ray Brown und Herb Ellis und Avantgardemusikern wie Dave Liebman, Lee Konitz, Paul Motian und Bob Brookmeyer.

Das besondere Anliegen des JAZZLAND ist es nach wie vor, die gesamte Jazzgeschichte zu präsentieren, die ja in knapp 100 Jahren eine ähnliche Entwicklung wie die europäische Musik von strengen, genau strukturierten Formen bis zu freien Spielweisen hin genommen hat - wozu allerdings die sogenannte "Ernste Musik" rund 400 Jahre benötigt hat. Das JAZZLAND versucht also dem Jazz die Möglichkeit zu geben, alle Nischen und Facetten der Musik, die in der hektischen Entwicklung der letzten Jahrzehnte teilweise unerforscht übergangen wurden, neu und ausführlich auszuloten.

Gastronomisch bietet das JAZZLAND seinen Gästen solide Wiener Küche mit internationalen Garnierungen - Wiener Schnitzel und Cevapcici, diverse Nudelgerichte, gebackenen Käse und ein berühmt-berüchtigtes Bohnengulasch, das viele Gäste immer und immer wieder gustieren.

Die Weinauswahl ist zwar der Jazzkeller-Atmosphäre entsprechend nur klein gehalten - neben einem ausgezeichneten Schankwein von Franz Grill aus Fels am Wagram (der auch für seinen herrlichen milden Marillenbrand berühmt ist) bietet das JAZZLAND aber auch Bouteillen des Weingutes Berger aus Gedersdorf.

Heimische und internationale Spirituosen runden ein gastronomisches Angebot ab, das eigentlich über das normale Sortiment eines Jazzclubs hinaus geht.

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