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Facebook, Sinn oder Wahnsinn?

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Der Artikel wurde am  16. Juli 2010 überarbeitet

Der Artikel wurde am 23. August 2011 überarbeitet, 16 Klagen

Der Artikel wurde am 24. September 2011 überarbeitet

facebook-investigativHeute geht nichts mehr ohne Facebook, eigentlich eine gute Idee und ein tolles Konzept, aber wie jede Medaillie hat auch Facebook zwei Seiten. Aufgrund der aktuellen Änderungen der Nutzungsbedingungen von Facebook haben wir uns einmal genauer angesehen welche Möglichkeiten sich Facebook nun selbst geschaffen hat um von einem totalen Verlustprojekt (eine halbe Milliarde US$ wurde bereits verbraten, dem gegenüber stehen gerade mal 200 Millionen Umsatz durch Werbung) zu einer profitablen Plattform zu werden. Unserer Meinung nach werden damit Datenschutzbestimmungen grob verletzt und jeder sollte sich klar darüber sein, das Facebook Daten (auch sehr persönliche) sammelt um diese dann zu verwerten! zu verkaufen oder damit andere Dinge anzustellen die wir heute noch nicht mal ahnen.

Facebook ändert 2010 neuerlich die Nutzungsbedingungen (Terms of Service) dahingehend, dass das Unternehmen die Daten von Mitgliedern zeitlich unbegrenzt verwenden durfte – auch nach Löschung bzw. Deaktivierung eines Nutzerkontos. Mit Oktober 2011 wird's nochmal heftiger ...

Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist jedoch die Tatsache das natürlich auch die "nicht sichtbaren" Daten sehr wohl von Facbook verwendet werden (können). Jeder sollte sich darüber im Klaren sein, das alle Daten und Angaben, Fotos, Texte und Videos auf einem Facebook Profil auswertbar sein, und wenn diese dann weitergegeben werden bekommt man zwar bequemerweise auf seine Bedürfnisse abgesteimmte Werbung, aber ist es das was der Nutzer einer solchen Plattform wirklich will?

Facebook hat noch kein kostendeckendes Geschäftsmodell entwickelt und legt nach eigenen Angaben derzeit Priorität auf Wachstum. Die Nutzung ist für Mitglieder kostenlos, Einnahmen soll vor allem das Werbegeschäft bringen. Derzeit experimentiere man mit verschiedenen Modellen, beispielsweise personalisierter Werbung (Targeting) und Empfehlungsmarketing, sagte Firmenchef Mark Zuckerberg im Oktober 2008. Erst in drei Jahren müsse man das „optimale Modell“ gefunden haben.

Da die Firma nicht börsennotiert ist und nur eingeschränkten Publikationspflichten unterliegt, sind keine genauen Geschäftszahlen bekannt.

Der Name Facebook bezieht sich auf die sogenannten Facebooks, die die Studenten an manchen amerikanischen Colleges zur Orientierung auf dem Campus erhalten. In diesen Facebooks sind andere Kommilitonen abgebildet (Face, englisch für Gesicht; book englisch für Buch).

Wie andere soziale Netzwerke steht auch Facebook im Verdacht, von Arbeitgebern verwendet zu werden, um Angestellte zu überwachen. Bestätigt werden diese Eindrücke durch einen Fall im November 2008 aus der Schweiz, wo eine krankgeschriebene Versicherungsangestellte ihre Stelle verlor, weil der Arbeitgeber ihre Aktivität auf Facebook verfolgen konnte, während der Frau offiziell Bettruhe verordnet war.[Details] Fälle, in denen Arbeitnehmer die Stelle verloren, weil sie sich auf Facebook abschätzig über ihre Arbeitgeber geäußert haben, sind aus Australien bekannt.[Details]

Der Regisseur David Fincher arbeitet zurzeit an einer Verfilmung der Entstehungsgeschichte von Facebook. Das Drehbuch basiert auf einem Buch von Ben Mezrich mit dem Titel “The Accidental Billionaires: The Founding of Facebook, a Tale of Sex, Money, Genius and Betrayal”. Der Film wird voraussichtlich 2011 in die Kinos kommen.[Details]

Der amtierende österreichische Bundespräsident, Heinz Fischer, nutzte am 23. November 2009 die Plattform von Facebook für seine Werbung zur Wiederwahl.[Details]

Facebook ändert Nutzerbedingungen

Facebook änderte im Februar 2009 die Nutzungsbedingungen (Terms of Service) dahingehend, dass das Unternehmen die Daten von Mitgliedern zeitlich unbegrenzt verwenden durfte – auch nach Löschung bzw. Deaktivierung eines Nutzerkontos. Die Regelung betraf beispielsweise Kommentare, Fotos und Videos. Nach massiven Protesten von Nutzern, Daten- und Verbraucherschützern wurden die Regeln zunächst wieder auf den Stand vor den Änderungen zurückgesetzt. Zudem kündigte das Unternehmen an, in bestimmten Fällen seine Nutzer künftig über Regeländerungen abstimmen zu lassen. Im April 2009 stellte Facebook modifizierte Nutzungsbedingungen zur Abstimmung, in denen Nutzern der Besitz ihrer Informationen zugesichert wird. Eine Mehrheit der Teilnehmer befürwortete die neuen Regeln. Obwohl die Inhalte (z. B. Fotos) im Besitz der Nutzer bleiben, erhält Facebook das Recht, alle Inhalte kommerziell zu nutzen und die Nutzungsrechte an Dritte weiterzugeben.

Auswertung/Nutzung durch Nachrichtendienste und Polizei

Die zweite Runde der Anschubfinanzierung (US $ 12,7 Mio.) für Facebook kam von der Risikokapitalfirma Accel Partners, in deren Vorstand auch Gilman Louie sitzt, der zugleich CEO von In-Q-Tel ist. Diese Firma wurde 1999 von der CIA gegründet mit dem ausdrücklichen Geschäftszweck des Data Mining. Da man zum Ansehen der Stellenangebote auf Facebook eingeloggt sein muss, ist davon auszugehen, dass die vom Nutzer eingestellten Daten vom amerikanischen Geheimdienst ausgewertet werden.[Details]

Die Nutzungsbedingungen und Privacy Policy sind so formuliert, dass eine derartige Nutzung der Daten gestattet ist. Der US-Geheimdienst CIA nutzt – als „National Clandestine Service“ – eine Facebook-Gruppe, um Personal anzuwerben. Mitte 2009 wurde bekannt, dass die iranische Polizei Facebook-Profile benutzt, um bei Verhören den Freundeskreis von Regimegegnern und Demonstranten auszumachen und namentlich zu identifizieren.

Rechtsextreme Einträge

Im April 2009 hatte eine Benutzerin über 200 Nazi-Seiten entdeckt, mit beispielsweise Namen wie Großdeutschland, „Erwin Rommel Fan Club“ oder „Holocaust Party“, mit meist NS-Propaganda. Es kam zu einem offenen Brief an Facebook mit der Aufforderung, die Profile der Neonazis zu löschen, oder es komme zu einer Anzeige wegen Volksverhetzung. Am 17. April 2009 stoppte die Deutsche Telekom ihre Werbung auf Facebook mit Hinweis auf „rechtsextreme“ Webseiten auf dem Portal. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung beobachtete Facebook.

Resümee

Unserer Meinung nach lohnt es sich doch einmal die Nutzerbedingungen von Facebook durchzulesen. So toll alles auch ist. Negative Auswirkungen hatte die Nutzung für Facebookuser bereits, Arbeitgeber checken ihre Mitarbeiter, es sind schon Einstellungsgespräche gescheitert wegen Facebookrecherchen und das ist nur die Spitze des Eisberges. Das Facebook die Datenschutzrichtlinie ausschließlich in Englisch zur Verfügung stellt? nun ja ...

Wir werden dieses Thema weiterverfolgen - der Autor


Aktuell vom 30. März 2010

Hier ist der Link zu den neuen Facebook Nutzungsbedingungen die nun auch in Deutsch vorliegen. Offenbar hat sich Facebook nun entschlossen die Nutzer zu informieren sobald sich etwas ändert. Immerhin schon ein Schritt in die richtige Richtung, wenngleich auch die Standardmäßig zugänglichen Daten noch immer zu offen sind.

Jedem Nutzer ist dringend geraten sich mit der genauen Einstellung der sog. Private Policy zu studieren und sich genau zu überlegen welche Daten er nun wem zugänglich machen möchte.  Mit dem Passus 13 in den Bedinungen überträgt allerdings Facebook dem User die Verantwortlichkeit dafür selbst dafür zu sorgen das er Änderungen der Bedinungen von Facebook mitbekommt:

Änderungen
Wir können diese Erklärung verändern, wenn wir dich davon in Kenntnis setzen (durch das Posten der Änderung auf der „Site Governance“-Seite (Seite zur Regelung der Nutzung von Facebook)) und dir die Möglichkeit geben, diese Änderung zu kommentieren. Um über zukünftige Änderungen dieser Erklärung informiert zu werden, besuche unsere „Site Governance“-Seite und werde ein Fan dieser.
nun ja, wie immer und überall im Web ... Augen offenhalten, sich genau überlegen was man preisgeben will und was nicht Lächeln

 


Quelle teilweise Wikipedia, Facebook


Aktuell vom 7. Juli 2010

Website enthüllt Facebook-Geheimnisse (Krone - Österreich)

"Ich habe doch nichts zu verbergen", bekommt man dieser Tage von Facebook-Nutzern häufig zu hören. Dabei sind sich viele Anwender gar nicht darüber im Klaren, wie viele Informationen sie über das wegen seiner allzu laxen Datenschutzbestimmungen zuletzt arg in die Kritik geratene Netzwerk von sich preisgeben. Die Website "Youropenbook" enthüllt es.

Quelle KRONE.at jetzt Weiterlesen

Bußgeldverfahren gegen Facebook (Focus - Deutschland)

Facebook erhebt nicht nur Daten von den eigenen Mitgliedern, sondern wertet darüber hinaus Adressbücher aus. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte will dagegen vorgehen. Auch kanadische Nutzer klagen.

Facebook ändert Zahlungsbedingungen

Am Freitag  den 16ten Juli 2010 änderte Facebook wieder mal Bedingungen. Nachzulesen unter Governance auf Facebook. Besonders Ziffer 4 ist dabei interessant. Facebook kann wieder mal selbst über die Köpfe hinweg entscheiden.

Aktuell vom 23. August 2011 aus Österreich

16 Anzeigen gegen Facebook hat eine kleine Gruppe Wiener Studierender eingebracht. Facebook würde in mehreren Fällen die europäischen Datenschutzbestimmungen verletzen. Die Chance auf Erfolg sind für die Gruppe rund um Maximilian Schrems, Jus-Student aus Wien, dabei nicht einmal so gering.

Quelle STUDI.KURIER jetzt weiterlesen

Aktuell vom 24. September 2011

Auf die 800 Millionen Facebook-Nutzer kommt in den nächsten Wochen eine massive Umstellung zu: Auf den Profilen bleibt künftig kein Stein auf dem anderen. Die alte Pinnwand ist Geschichte, in Zukunft wird das komplette Online-Leben eines Nutzers gut übersichtlich, vom ersten Facebook-Tag an, für alle Freunde im Netzwerk in Sekundenschnelle abrufbar. Peinliche Momente, intime Geständnisse, schräge Fotos - alles rückt mit einem Mal wieder in den Mittelpunkt.

Quelle kurier.at jetzt Weiterlesen


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